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Ratschläge für die Trennung

Diese Ratschläge sollen Ihnen helfen, Schlimmeres zu verhindern. Welche Sie annehmen, bleibt Ihnen überlassen. Die Erfahrung hat gezeigt: Sie helfen.

Halten Sie sich vor Augen, dass Sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden. Ihr Hirnstoffwechsel funktioniert nicht mehr “normal” und Sie reagieren, handeln, denken und fühlen anders als unter normalen Umständen.

Da Ihr Hirnstoffwechsel verrückt spielt, führen Sie ihm Hilfe zu:

  • Vitamin B (Komplex)
  • Vitamin C
  • Magnesium
  • Zink
  • Calcium

Die Schuldgefühle entstehen durch zwei Dinge:

  1. Der Borderliner hat diese im Laufe der Beziehung durch seine Abwertung in Sie implantiert
  2. Sie sind verlassen worden – und das erzeugt immer Schuldgefühle

Der Borderliner sieht Sie als Täter und sich als Opfer – bedingt durch seine verzerrte Realitätswahrnehmung. Versuchen Sie nicht, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Er hat seine Wahrheit und die ist für ihn real.

Der Borderliner fühlt sich als Opfer Nehmen Sie Kontakt auf, werden Sie zum “bösen Verfolger” und er sieht Sie als Bedrohung.

Unberechenbare Reaktionen Sie wissen, der Borderliner reagiert ungesteuert, unkontrolliert, impulsiv. Ein falsches Wort und die Situation eskaliert.

Rechtliche Konsequenzen drohen Sie können schneller als Sie schauen können eine Unterlassungserklärung, eine Anzeige oder die Steuerfahndung am Hals haben.

Die Spaltung ist aktiv Durch seinen Spaltungsmechanismus schlagen seine Gefühle permanent hin und her. Sie wissen nicht, auf welcher Seite er gerade steht.

Ein neuer Partner ist möglicherweise da Dieser wird genauso manipuliert wie Sie einst – und was die beiden dann unternehmen, wissen Sie nicht.

Schreiben Sie einen Brief mit all Ihren Schmerzen, Ihrer Traurigkeit, Ihrer Wut, Ihrer Ohnmacht, Ihrer Enttäuschung. Verschliessen Sie diesen, aber schicken Sie ihn NIE ab. Verwahren Sie ihn oder geben Sie ihn einem guten Vertrauten.

Sie haben den Borderliner sehr geliebt. Akzeptieren Sie, dass ein Teil von Ihnen gerade stirbt – denn er wurde durch Andocken und Symbiose ein Teil von Ihnen.

Schreiben Sie nicht nur die Geschehnisse des Tages nieder, sondern auch Ihre Gedanken, Hoffnungen, Gefühle und Ihre Träume. Es wird Ihnen helfen, Spannungen abzubauen.

  • Gehen Sie nicht dort spazieren, wo Sie mit “ihm/ihr” waren
  • Schauen Sie keine Bilder der Vergangenheit an
  • Entfernen Sie alles aus der Wohnung, was Sie erinnert
  • Kaufen Sie sich wenn möglich ein neues Bett

Sofern Sie Freunde haben, bei denen es möglich ist und die es verstehen – reden Sie so oft wie möglich darüber.

Versuchen Sie nicht zu kompensieren (zu viel Sport, andere Aktivitäten). Ihr Unterbewusstsein arbeitet. Unterdrücktes würde später viel heftiger und unkontrollierbarer kommen.

Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe aufzusuchen. Wenn Ihr Auto kaputt ist, schrauben Sie auch nicht selbst daran herum – Sie bringen es zu einem Spezialisten.

  • Ein Therapeut kann Ihnen helfen
  • Auch Ärzte mit ganzheitlicher Medizin (z.B. Akupunktur)
  • Antidepressiva können unterstützend wirken (nur mit ärztlicher Verordnung)

Auch wenn es schwerfällt:

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
  • Yoga
  • Tai Chi
  • Qi Gong
  • Keine neue Beziehung – Auch wenn Sie sich nach Liebe, Wärme und Geborgenheit sehnen. Sie müssen erst den Prozess der Verarbeitung durchlaufen.

  • Keine Wahrsager/Kartenleger – Sie konditionieren sich damit und bilden eine selbsterfüllende Prophezeiung.

  • Nicht rechtfertigen – Versuchen Sie nicht, sich gegenüber anderen zu rechtfertigen. Wer es nicht selbst erlebt hat, kann es kaum verstehen.

Entwickeln Sie ein tägliches Ritual, in dem Sie die Beziehung sterben lassen:

  1. Führen Sie es jeden Tag zur gleichen Zeit aus
  2. Zum Beispiel: Eine Kerze anzünden
  3. Während sie herunterbrennt, schauen Sie in die Flamme
  4. Sagen Sie sich: “So wie die Kerze herunterbrennt, lasse ich dich in mir sterben”
  5. Beim Ausmachen: “Jetzt bist du wieder ein Stück in mir gestorben”

Wichtig: Denken Sie dabei an die Beziehung, aber denken Sie nicht über sie nach.

Wenn Sie wieder einigermaassen klar sind:

  1. Machen Sie eine Plus-Liste (alle Vorteile der Beziehung, was haben Sie geliebt)
  2. Machen Sie eine Minus-Liste (alle Nachteile, was hat Sie gestört)
  3. Ordnen Sie jedem Punkt eine Priorität von 1-6 zu
  4. Summieren Sie die Ergebnisse jeder Spalte

Das Ergebnis wissen Sie vermutlich schon. Kleben Sie die Liste irgendwo hin, wo Sie immer wieder vorbeikommen.


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