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Schlusswort

Höhen und Tiefen gibt es überall und vielleicht sehen Sie für sich, im Moment, alles nur grau in grau mit tiefen dunklen Tälern. Sie allein bestimmen den Weg. Es ist nicht einfach – im Leben schon gar nicht.

Sie haben nun einige oder alle Seiten gelesen und ich hoffe, sie konnten Ihnen ein wenig helfen.

Bitte beachten Sie – dies ist kein Angriff – dass von der Anzahl der hier niedergelegten Informationen maximal fünf in Ihren Langzeitspeicher rücken. Soll heissen, dass Sie jetzt vielleicht verstehen, doch immer wieder Phasen des Nichtverstehens eintreten werden.

Dies ist völlig normal, auch wenn Sie manchmal glauben, Ihnen fliegt die Schädeldecke um die Ohren. Sofern Sie verarbeiten wollen, bedingt durch den Verdrängungsmechanismus, gehen Sie immer wieder neu an die Sache heran oder frischen Sie diese auf.

Ob Sie nun Borderliner oder Narzisst sind, unter Anorexie oder Bulimie leiden, oder alles in verschiedenen Formen in sich vereinen, ob Sie Angehöriger, Partner oder Ex-Partner sind – ist egal. Sie können sich nur das Beste für Sie aus diesen Seiten herausziehen und Ihren Weg bestimmen.

Niemand, auch ich nicht, kann Ihnen ein Rezept liefern. Ich kenne zwar die Zusammensetzung der Suppe und ihre Bestandteile, doch sie ist immer wieder anders.

Entscheidend ist sicher die Frage, ob der Borderliner weiss, dass er darunter leidet, Hilfe sucht, sie annimmt und daran arbeitet.

Welchen Weg Sie auch immer wählen, ist Ihre Entscheidung. Wenn, dann treffen Sie Ihre Entscheidung nicht aus der Rationalität heraus, sondern weil Sie lieben, weil Sie fühlen, hoffen und glauben. Genau das ist es, was Sie als Mensch (in Form von Menschlichkeit) auszeichnet.

Möglicherweise sind Sie aber ein Mensch, der rein rational entscheiden, Gefühle unterdrücken, ganz aussen vor lassen kann. Ist dem so, so sollten Sie sich fragen, was Sie dazu gemacht hat.

Vielleicht aber auch sind Sie ein ganz einfacher Mensch, der – wie man so schön sagt – mit Leib und Seele liebt. Dann müssen Sie es auch er- und durchleben und manche von Ihnen sogar zwei- oder dreimal, um “sehend” zu werden.

Die Gesetze der zwischenmenschlichen Beziehung (Therapeut-Patient-Beziehung) verbieten es.

Entscheiden Sie sich für den schwierigen Weg, Ihrem Partner an der Seite zu stehen, dann tun Sie dies mit allen Konsequenzen, die es für Ihr Leben mit sich bringen wird.

Tun Sie es aus reinem Gewissen, aus Ihrem Herzen heraus:

  • Lenken Sie nicht
  • Fordern Sie nicht
  • Üben Sie keine emotionale Erpressung aus (dies kennt er aus der Kindheit)
  • Drohen Sie nicht

Wenn Sie sich für den Weg entscheiden, mit ihm (dem Borderliner) zu gehen, dann tun Sie es mit dem Gefühl, welches Sie in sich tragen. Aufgeben ist oft sehr viel leichter, als den Berg zu erklimmen.

Entscheiden Sie sich für den anderen Weg, so sind Sie bitte genauso konsequent – egal wie weh es Ihnen tut.

Wie bereits in den Seiten beschrieben, darf Ihre Liebe nicht die Grenze des Altruismus überschreiten.


Wir wünschen Ihnen Erfolg auf dem Weg, den Sie – wie auch immer er aussehen wird – beschreiten werden.

“Gott, was auch immer Sie darunter verstehen, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

Gib mir die Kraft und den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann.

Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.”


Diese Seiten sind zur Hilfe gedacht – ob Angehöriger, Borderliner, Narzisst, essgestört, depressiv, manisch oder anderes.