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DSM-IV Kriterien

Ein durchgängiges Muster von Grossartigkeit (in Phantasie oder Verhalten), Mangel an Einfühlungsvermögen und Überempfindlichkeit gegenüber der Einschätzung durch andere.

Der Betroffene reagiert auf Kritik mit Wut, Scham oder Demütigung (auch wenn dies nicht gezeigt wird).

Diese Reaktion kann nach aussen verborgen bleiben, innerlich jedoch intensive emotionale Turbulenzen auslösen.

Der Betroffene nützt zwischenmenschliche Beziehungen aus, um mit Hilfe anderer die eigenen Ziele zu erreichen.

Beziehungen dienen primär dem eigenen Vorteil, nicht dem gegenseitigen Austausch.

Der Betroffene zeigt ein übertriebenes Selbstwertgefühl, übertreibt zum Beispiel die eigenen Fähigkeiten und Talente und erwartet daher, selbst ohne besondere Leistung als “etwas Besonderes” Beachtung zu finden.

Der Betroffene ist häufig der Ansicht, dass seine Probleme einzigartig sind und dass er nur von besonderen Menschen verstanden wird.

Der Betroffene beschäftigt sich ständig mit Phantasien grenzenlosen Erfolges, von Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe.

Der Betroffene legt ein starkes Anspruchsdenken an den Tag.

Er erwartet bevorzugte Behandlung ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer.

Der Betroffene verlangt nach ständiger Aufmerksamkeit und Bewunderung, ist zum Beispiel ständig auf Komplimente aus.

Der Betroffene zeigt einen starken Mangel an Einfühlungsvermögen.

Er kann oder will sich nicht in die Lage anderer versetzen.

Der Betroffene ist innerlich mit starken Neidgefühlen auf andere beschäftigt.

Nr.Kriterium
1Reagiert auf Kritik mit Wut, Scham oder Demütigung
2Nützt zwischenmenschliche Beziehungen aus
3Zeigt übertriebenes Selbstwertgefühl
4Hält eigene Probleme für einzigartig
5Phantasien von Erfolg, Macht, Schönheit, idealer Liebe
6Starkes Anspruchsdenken
7Verlangt ständige Aufmerksamkeit und Bewunderung
8Starker Mangel an Einfühlungsvermögen
9Starke Neidgefühle auf andere

Während ICD-10 und DSM-IV ähnliche Kriterien verwenden, gibt es einige Unterschiede in der Gewichtung und Formulierung:

  • DSM-IV betont stärker die Reaktion auf Kritik
  • DSM-IV hebt das Anspruchsdenken als eigenständiges Kriterium hervor
  • Die Formulierungen sind im DSM-IV oft verhaltensorientierter