Impulskontrolle
Die Faehigkeit des ICH, ES-Impulse zu kontrollieren, ist reduziert. Impulse werden schneller durchgelassen.
Bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitaetsstörung) zeigt sich eine besondere Konstellation im psychodynamischen Modell. Die Störung hat sowohl neurologische als auch psychodynamische Komponenten, die sich gegenseitig beeinflussen.
Impulskontrolle
Die Faehigkeit des ICH, ES-Impulse zu kontrollieren, ist reduziert. Impulse werden schneller durchgelassen.
Abwehrmechanismen
Die Abwehrmechanismen (A) arbeiten weniger effektiv bei der Filterung von Impulsen.
Reizverarbeitung
Das ICH ist mit der Verarbeitung von Reizen oft überfordert.
Energiehaushalt
Die Abwehrenergien (C) sind ungleichmaessig verteilt.
Bei ADHS zeigt sich eine besondere Dynamik zwischen ES und ICH:
Das fuehrt zu den typischen ADHS-Symptomen:
Das Gewissen ist grundsaetzlich normal entwickelt, aber:
Die Leitbilder und Ideal-Objekte können:
Das Ideal-Selbst kann:
Menschen mit ADHS entwickeln oft spezifische Abwehrmuster:
Kompensation
Schwaechen in einem Bereich werden durch Staerken in anderen ausgeglichen (z.B. Kreativitaet, Spontaneitaet)
Vermeidung
Situationen, die Konzentration erfordern, werden gemieden
Rationalisierung
“So bin ich eben” - Rechtfertigung des Verhaltens
Regression
Rueckzug auf kindlichere Verhaltensweisen unter Stress
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| A | Abwehrmechanismen des ICH - weniger effektiv |
| B1 | Kraefte aus Säule I und II auf das ICH |
| B2 | Kraefte aus Säule III auf das ICH |
| C | Abwehrenergien - ungleichmaessig verteilt |
| A+C | Abwehrhandlung - verzoegert oder insuffizient |
| D | Starre Verbindung zum Selbst |
| E1, E2 | ES-Impulse - stark und schwer kontrollierbar |
| G | Inversivgelenk |
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| SB | Selbstbeobachtung - kann inkonsistent sein |
| S | Vergleich soziales Selbst mit Selbst |
| SE | Selbsterkenntnis |
| SF | Übergang Fremdbild in das soziale Selbst |
| SR | Selbstregularien - beeintraechtigt |
| SS | Einfluss soziales Selbst auf Selbstwertgefühl |
| IS | ICH-Diskrepanz - oft vergrössert |
| VI | Vergleich Ideal-ICH versus ICH-Ideal |
| Symbol | Bedeutung |
|---|---|
| VI | Vergleich Ideal-ICH / Ideal-Selbst versus ICH-Ideal |
| U | Urprägungen durch das Elternimago |
| B1 | Gesamtkraft aus Säule I und II auf das ICH |
| B2 | Gesamtkraft aus Säule III auf das ICH |
Menschen mit ADHS entwickeln häufig sekundaere psychische Probleme:
Depression
Durch wiederholte Misserfolge und negatives Feedback
Angststörungen
Durch die Erwartung, wieder zu versagen
Sucht
Als Versuch der Selbstmedikation
Persönlichkeitsstörungen
Als Entwicklungsfolge unbehandelter ADHS
Das Verständnis des psychodynamischen Modells hilft, die psychischen Folgen der ADHS zu verstehen und gezielt zu behandeln - auch wenn die Grundstörung biologischer Natur ist.