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Benzodiazepine

Benzodiazepine gehören zur Gruppe der Schlaf- und Beruhigungsmittel und werden auch zur Behandlung von Krampfanfällen eingesetzt.


Diazepam verstärkt die Wirkung eines Überträgerstoffs (Gamma-Amino-Buttersäure / GABA) im Gehirn, der die Gehirnaktivität dämpft.

Wirkungen:

  • Angstlösend
  • Beruhigend
  • Krampflösend
  • Muskelentspannend
  • Angst-, Erregungs- und Spannungszustände
  • Beruhigung und Angstlösung vor Operationen oder Untersuchungen
  • Zustände mit erhöhter Muskelspannung (z.B. starke Krämpfe)
  • Epileptische Anfälle
  • Fieberkrämpfe
  • 5 Amp. (N1) 2 ml
  • 5 Amp. (N1)
  • 10 Amp. (N2)

Das Medikament ist nicht geeignet bei:

  • Akuter Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukomanfall)
  • Bekannter Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine
  • Ataxie (Bewegungsstörungen durch Nervenerkrankung)
  • Myasthenia gravis (krankhafte Muskelschwäche)
  • Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • Schweren Leberfunktionsstörungen
  • Eingeschränkter Atemfunktion (Vorsicht)
  • Während der Schwangerschaft möglichst nicht anwenden
  • Während der Stillzeit nicht anwenden
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Sehstörungen
  • Verwirrtheitszustände
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Schläfrigkeit
  • Gefühlsstarre
  • Unruhe, Schlafstörungen, Angst (vor allem bei Kindern und älteren Personen)
  • Verminderte Atmung
  • Benommenheit
  • Verstärkt die Wirkung anderer beruhigender Medikamente und Alkohol
  • Verstärkt die Wirkung von Schmerzmitteln und muskelentspannenden Medikamenten
  • Wirkung von Herz-Kreislauf-Medikamenten kann unvorhersehbar beeinflusst werden
  • Wirkung wird durch Cimetidin (magensäurehemmend) verstärkt

Lorazepam wirkt abhängig von der Wirkstoffmenge:

  • Beruhigend
  • Angstlösend
  • Muskelentspannend
  • Krampflösend

Bei Angstzuständen und psychovegetativen Störungen:

  • 1-3 mg pro Tag in 2-3 Einzeldosen
  • Hauptdosis abends (z.B. 0,5 mg morgens/mittags, 1 mg abends)

Bei Schlafstörungen:

  • 1 mg vor dem Schlafengehen

Bei epileptischem Anfall:

  • 4 mg langsam intravenös, ggf. Wiederholung nach 10 Minuten
  • Regelmässige Überwachung des Krankheitsverlaufs erforderlich
  • Langfristige Einnahme und eigenständige Dosiserhöhung können zu Abhängigkeit führen
  • Nur ausschleichend absetzen, nicht plötzlich

Bei plötzlichem Absetzen: Schwäche, Schwindel, Wahrnehmungsstörungen, Angst, Schlaflosigkeit, Unruhe, Zittern, Krämpfe.

Nicht einnehmen bei:

  • Medikamenten-, Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Myasthenia gravis (Muskelschwäche)

Vorsicht bei:

  • Suchtkrankheiten
  • Engwinkelglaukom (grüner Star)
  • Chronischer Bronchitis und Asthma
  • Verwirrtheitszustände
  • Paradoxe Reaktionen mit Erregungszuständen
  • Muskelschwäche
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Selten: Atemlähmung, Verlangsamung des Herzschlags
  • Bei längerer Einnahme: Körperliche und seelische Abhängigkeit
  • Verstärkt die Wirkung anderer beruhigender Medikamente (z.B. Diazepam) und Alkohol
  • Wirkdauer kann verlängert sein durch:
    • Cimetidin (Magensäurehemmer)
    • Östrogene (Verhütung, Wechseljahresbehandlung)
    • Isoniazid (Tuberkulosemittel)
  • Während der Schwangerschaft nicht einnehmen
  • Bei Einnahme vor/während der Geburt: Nachwirkungen beim Säugling möglich (Schläfrigkeit, Trinkschwäche)
  • Wirkstoff geht in die Muttermilch über - nicht während der Stillzeit einnehmen

Medikamente mit diesem Wirkstoff sollten unter 18-Jährigen nur nach sehr strenger Nutzen-Risiko-Abwägung gegeben werden.

  • duralozam 1mg / 2,5mg
  • Laubeel 1,0 / 2,5
  • Lorazepam-neuraxpharm 1 / 2.5
  • Lorazepam-ratiopharm 1mg / 2,5mg
  • Somagerol 1,0 / 2,5
  • Tavor 0,5 / 1,0 / 2,5 / Tabs 2,0
  • Tavor Expidet (zum Auflösen unter der Zunge)
  • Tolid 1,0 / 2,5

Alle Präparate sind rezeptpflichtig.


  • Bei Barbituraten und barbituratähnlichen Mitteln (Schlafmittel): 15% werden psychisch abhängig
  • Körperliche Abhängigkeit tritt schon nach ca. 3 Wochen ein
  • Bei den meisten Beruhigungsmitteln (Tranquilizer): ca. 6-10 Wochen bis zur Abhängigkeit

Gewisse Medikamente (Morphine, Benzodiazepine, Barbiturate) docken an die gleichen Rezeptoren im Gehirn an wie Alkohol. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol und Tabletten potenziert sich die Wirkung um ein Vielfaches - hierfür gibt es keine Berechnungen.

Es bilden sich unweigerlich Kreuztoleranzen heraus.


Diese Patienteninformation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Beratung durch Arzt oder Apotheker.