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Antidepressiva

Antidepressiva werden zur Behandlung depressiver Erkrankungen und bei verschiedenen Angststörungen eingesetzt.

Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht vollständig bekannt.

Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter im Gehirn gestört ist. Die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken - hier sind vor allem Serotonin und Noradrenalin zu nennen.


Paroxetin ist ein Selektiver-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI).

Der Wirkstoff blockiert Transportstoffe, die Serotonin nach erfolgter Signalübertragung wieder in die Speicherplätze zurückbefördern. Serotonin verbleibt länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit steigt.

Wirkungen:

  • Stimmungsaufhellend
  • Angstlösend
  • In der Regel kein beruhigender oder dämpfender Effekt
  • Reduziert oder verhindert unwillkürlich wiederkehrende Gedanken/Handlungen (Zwangsstörungen)

Die Wirkung setzt nach etwa einer Woche ein - die volle Wirksamkeit entfaltet sich möglicherweise erst nach zwei bis vier Wochen.

  • Depressionen
  • Zwangsstörungen (als unsinnig erlebte, zwanghafte Gedanken oder Handlungen)
  • Panikstörung
  • Soziale Phobie (ausgeprägte Unsicherheit im Umgang mit Menschen)
  • 150 ml (N1)

Das Medikament ist nicht geeignet bei:

  • Gleichzeitiger Einnahme von MAO-Hemmern
  • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

Während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht anwenden.

  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit
  • Müdigkeit
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Juckreiz
  • Allgemeine Schwäche
  • Sexuelle Funktionsstörungen
  • Empfindungsstörungen (Brennen oder Taubheitsgefühle)
  • In Kombination mit Blutgerinnungshemmern: Erhöhte Blutungsneigung
  • Alkohol und andere beruhigende Substanzen verstärken die Wirkung

Wirkung: Antriebssteigernd bis anregend/erregend

Anwendung:

  • Therapie von Depressionen
  • Stimmungshebend
  • Antriebssteigernd
  • Angstlösend

Beispiele:

  • Seroxat, Paroxat
  • Tofranil
  • Nortrilen
  • Surmontril
  • Imipramin
  • Cipralex
  • Trevilor

Stärker antriebssteigernd und schwächer stimmungshemmend als andere Antidepressiva.

Beispiel: Niamid

Interaktionsrisiko

MAO-Hemmer haben ein hohes Wechselwirkungspotenzial mit anderen Medikamenten und bestimmten Lebensmitteln (Tyramin-haltig).


Seroquel ist ein atypisches Antipsychotikum aus der Gruppe der atypischen Neuroleptika.

  • Schizophrenie
  • Bipolare Störung (manisch-depressive Störung)

  1. Medikamente können nicht heilen - sie können jedoch eine unterstützende Wirkung auf den Heilungsprozess und eine stabilisierende Wirkung erfüllen

  2. Der Missbrauch von Medikamenten liegt wesentlich höher als der Alkoholmissbrauch - das Abhängigkeitspotenzial ist weitaus schlimmer als beim Alkohol

  3. Niemals selbstständig absetzen - immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt

GruppeWirkungBeispiele
NeuroleptikaDämpfend/hemmend bis beruhigendHaloperidol, Seroquel
TranquilizerBeruhigend bis schlafanstossendDiazepam, Tavor
HypnotikaSchlafanstossend bis narkotischValium, Zopiclon
AnaleptikaKrampflösend/kreislaufanregendKoffein, Effortil
StimulantienLeistungssteigernd, schlafaufschiebendMethylphenidat
ThymoanaleptikaAntriebssteigernd bis anregendSeroxat, Cipralex

Diese Patienteninformation erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die Beratung durch Arzt oder Apotheker.