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DSM-IV Kriterien

Das DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) ist das amerikanische Klassifikationssystem für psychische Störungen. Es listet 9 Kriterien für die Borderline-Persönlichkeitsstörung auf.

Mindestens 5 der folgenden 9 Kriterien sollten vorhanden sein:

Schwierigkeiten mit dem Alleinsein, Angst vor Trennungen oder verzweifeltes Bemühen, diese zu verhindern.

Ein durchgängiges Muster sehr intensiver, aber instabiler Beziehungen. Diese sind meist durch einen extremen Wechsel von Idealisierung und Abwertung gekennzeichnet.

Die Schwierigkeit zu beschreiben, wer und wie man wirklich ist.

Potentiell selbstschädigende und häufig impulsive Handlungen, wie z.B. Geldausgeben, häufig wechselnde sexuelle Kontakte, Drogenmissbrauch, Diebstahl, rücksichtsloses Fahren, Essstörungen.

Wiederholte Suizidversuche oder Drohungen davon, oder selbstverletzendes Verhalten.

Häufige Stimmungsschwankungen.

Chronisches Gefühl von innerer Leere.

Intensive Wut oder Schwierigkeiten, die Wut oder den Ärger zu kontrollieren. Die Wut steht in keinem Zusammenhang zur Ursache. Zum Beispiel: häufige Gereiztheit, ständiger Zorn, wiederkehrende körperliche Auseinandersetzungen.

Vorübergehendes, stressabhängiges Entfremdungserleben oder die Vorstellung, sich bedroht oder verfolgt zu fühlen.

Multikomorbidität ist ein Zeichen der Borderline-Störung. Man kann sie als Kaskadenstörung verstehen: Einzelne andere Störungen greifen ineinander und haben sich auf der Basis der Borderline-Störung entwickelt.