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Borderline-Störung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS), auch bekannt als emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus (ICD-10: F60.31), ist eine der häufigsten und komplexesten Persönlichkeitsstörungen.

Der Begriff “Borderline” (englisch für “Grenzlinie”) entstand in den 1930er Jahren, als Psychiater Patienten beschrieben, die an der Grenze zwischen Neurose und Psychose zu stehen schienen. Heute wissen wir, dass es sich um eine eigenständige Störung handelt.

Die Borderline-Störung ist gekennzeichnet durch:

  • Instabilität in Beziehungen – intensive, aber unbeständige zwischenmenschliche Beziehungen
  • Identitätsstörung – unklares oder gestörtes Selbstbild
  • Emotionale Instabilität – starke Stimmungsschwankungen
  • Impulsivität – unüberlegtes Handeln ohne Rücksicht auf Konsequenzen
  • Chronische Leere – anhaltendes Gefühl innerer Leere
  • Verlustangst – übermässige Angst vor dem Verlassenwerden
Borderlinespektrum Borderlinespektrum
Das breite Spektrum der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Multikomorbidität ist ein Zeichen der Borderline-Störung. Man kann sie als Kaskadenstörung verstehen: Einzelne andere Störungen greifen ineinander und haben sich auf der Basis der Borderline-Störung als Stufen entwickelt.

Borderline-Störung und der Einfluss ihrer Komorbiditäten Borderline-Störung und der Einfluss ihrer Komorbiditäten Störungsgrad zunehmend Borderlinestörung F 60.31 F 21 F 60.7 F 60.6 F 60.0 F 60.4 F 60.8 können wechseln Borderlinestrukturen © Team Borderlinezone D. Sander & T. Laier
Die Borderline-Störung als Kaskadenstörung mit aufbauenden Komorbiditäten

Mehr dazu: Borderlinespektrum und Komorbidität

Die Diagnose erfolgt nach standardisierten Kriterienkatalogen: