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Leidet mein Partner unter Borderline?

Ist oder war mein Partner eine Borderlinepersönlichkeit?

Abschnitt betitelt „Ist oder war mein Partner eine Borderlinepersönlichkeit?“

Versuchen Sie, sich nach aussen zu stellen und sich die Fragen als dritte Person zu stellen. Sie erreichen damit ein, wenn auch geringes Mass, an Objektivität.


1. Das Kennenlernen

Wie und wo haben Sie ihn/sie kennengelernt?

2. Die Opferrolle

Kommt er/sie als Opfer aus der anderen Beziehung?

3. Die alte Beziehung

Wie lange ist die alte, vergangene Beziehung her?

4. Die Darstellung

Wie stellt er/sie die alte Beziehung und auch die vergangenen dar?

  1. Wie redet er/sie über den Menschen der alten, vergangenen Beziehungen?

    • Abwertend? Hasserfüllt? Als Opfer?
  2. Wann und wie schnell spricht er/sie von der absoluten Liebe?

    • Nach Tagen? Wochen?
  3. Wann und in welchem Umfang bietet er/sie Ihnen Sex an, spricht über Sex?

    • Sehr früh? Sehr intensiv?
  4. War es eine langsame oder stürmische, fordernde Annäherung?


  1. Schauen Sie in seine Vergangenheit:

    • Hatte er/sie häufig wechselnde Beziehungen?
    • Wenn ja, wie lange dauerten sie im Durchschnitt?
  2. Wie ist das Trinkverhalten bzw. das Missbrauchsverhalten (Suchtmittel)?

    • Wann, in welchen Situationen “greift” er/sie dahin?
  3. Wie sieht seine/ihre Vergangenheit aus?

    • Welcher rote Faden zieht sich dadurch?
  4. Wie war seine/ihre Kindheit?


  1. Neigt er/sie zu unkontrollierten, impulsiven Verhaltensweisen/Wutausbrüchen?

  2. Will/wollte er/sie immer im Mittelpunkt stehen?

  3. Neigt er/sie von Hoch- zu Tiefstimmungen in kurzen Abständen?

    • Wie lange dauern diese Phasen?
  4. Neigt er/sie zur Omnipotenz (Allmacht) und Abwertung sich selbst gegenüber?

    • Wie lange halten diese Phasen an?
FrageTypische Muster
17. Verhältnis zur MutterLiebe/Hass-Beziehung? Ambivalent?
18. Verhältnis zum VaterLiebe/Verehrung/Ideal?
  1. Wie ist sein/ihr Essverhalten?

    • Anzeichen von Anorexie oder Bulimie?
  2. Neigt er/sie zu Kränklichkeiten (Hypochondrie)?

  3. Artikuliert er/sie oft, in welchen Zusammenhängen auch immer, das Wort “Angst”?

    • Gerade in Bezug auf den Ex-Partner oder auf Sie?
  4. Gab es schon Suizidgedanken?

    • (Tagebuch, Erzählungen)
    • Das Motto: “Dann werde ich beachtet”
  5. Unterliegt er/sie Selbstverletzungen oder selbstschädigenden Handlungen?

    • Dies erfahren Sie über seine/ihre Vergangenheit

24. Abwertung

Benutzt er/sie Abwertung, Angriff, Schuldzuweisungen im Streit?

25. Reaktion auf Trennung

Sie signalisieren “es ist vorbei” - wie reagiert er/sie?

26. Beständigkeit

Steht er/sie am Freitag noch zu dem, was er/sie am Montag sagte?

  1. Wie schnell kann er/sie nach einem Streit wieder umschalten?

    • Welche Mittel setzt er/sie dazu ein?
  2. Wie sieht er/sie den Streit nach ein paar Stunden oder Tagen?

  3. Weiss er/sie noch, was er/sie im Streit sagte?


  1. Neigt er/sie zu Okkultem?

    • Kartenlegen, Wahrsagen, Hexenzeugs usw.
  2. Wie wurde/n die “alte/n” Beziehung geführt?

    • Als Nah- oder Fernbeziehung?
  3. Spricht er/sie manchmal in der 2. Person von sich?

    • Beispiel: “M. ist traurig weil…” oder “M. möchte nach Hause”
  4. Dissoziiert er/sie manchmal?

    • Verlässt seinen Körper
    • Ist beim Sex nicht anwesend
    • Funktioniert dabei, aber von Ihnen unbemerkt
  5. Neigt er/sie sehr schnell dazu, die Beziehung abzubrechen?


Wenn Sie viele dieser Fragen mit “Ja” beantworten:

  1. Informieren Sie sich weiter über die Borderline-Störung
  2. Suchen Sie professionelle Hilfe - für sich selbst
  3. Überlegen Sie, ob eine Paartherapie sinnvoll wäre
  4. Setzen Sie Grenzen für Ihr eigenes Wohlbefinden
  5. Verbinden Sie sich mit anderen Betroffenen (Selbsthilfegruppen)
  • Nicht jedes “schwierige” Verhalten ist Borderline
  • Menschen mit Borderline können sich ändern - mit professioneller Hilfe
  • Ihre Gesundheit (psychisch und physisch) hat Priorität
  • Sie können niemanden “retten”, der sich nicht selbst retten will

Sie können auch den Test zur Borderline-Störung auf anderen Fachseiten verwenden. Bedenken Sie jedoch, dass Online-Tests keine professionelle Diagnostik ersetzen.

Weitere hilfreiche Informationen finden Sie in den Abschnitten:


Quellenhinweis: Diese Inhalte basieren auf den Materialien der Borderlinezone (2002-2007) und wurden für dieses Informationsportal aufbereitet.